Eugen Gütermann. Oskar Grossmann. Gustav Steinberg. Elias Hirschowitz, Irma Hirschowitz und Günther Hirschowitz. Louis Leopold Sachs, Paula Sachs, Kurt David Sachs, Ilse Sachs und Erich Sachs.

Elf Saalfelderinnen und Saalfelder, deren Namen durch die heutige Verlegung neuer Stolpersteine im Bereich der Innenstadt dauerhaft vor dem Vergessen bewahrt werden.

Die 11 Menschen waren Opfer des NS-Regimes. Einige konnten ihrer Verfolgung entkommen und in die USA fliehen, andere wurden in Konzentrations- und Vernichtungslagern wie Theresienstadt, Bełżyce und Auschwitz ermordet.

Die Stolpersteinverlegung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Gegen das Vergessen: Jüdisches Leben in Saalfeld“.

Von den insgesamt 15 neuen Stolpersteinen wurden heute 11 im Rahmen der öffentlichen Verlegung eingesetzt. Die verbleibenden vier Steine wurden anschließend an ihren jeweiligen Standorten verlegt. Aufgrund der Vielzahl und der räumlichen Entfernung der Standorte war eine gemeinsame Verlegung aller Steine nicht möglich.

Mit den neuen Stolpersteinen wird die Erinnerung an ehemalige jüdische Bürgerinnen und Bürger an ihren einstigen Wohnorten dauerhaft im Stadtbild verankert. Jeder Stein erinnert an ein individuelles Schicksal und macht die Geschichte der Verfolgten im Alltag sichtbar.

Unter den Gästen war am Mittwoch auch Zita Gütermann, die Enkelin von Eugen Gütermann, dessen Familie eng mit dem Saalfelder Brauhaus verbunden war. Als sogenannter „Halbjude“ wurde er vom NS-Regime verfolgt, 1944 nach Theresienstadt deportiert und noch im selben Jahr in Auschwitz ermordet.

Mehr zu diesem Thema hört ihr in den kommenden Tagen in Paulines Beiträgen, im Magazin und im Podcast.

Bilder: Pauline Schröppel, Amanda Hurley.

 

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